Himmelsscheibenlauf

„Lieber Spaß durchs Laufen als Kummer durchs Saufen!“

So Ihr Lieben,

gestern habe ich mit meinem Dad zusammen am Himmelsscheibenlauf in Sachsen Anhalt teilgenommen. Uns beide hat die Himmelsscheibe schon sehr lange fasziniert, daher freuen wir uns jetzt umso mehr, dass wir auch ein kleines Exemplar davon als Finisher Medaille erhalten haben. In der Gegend sind alle Bewohner sehr stolz auf dieses Fundstück, da dieses Artefakt auf 3700 bis 4100 Jahre geschätzt wird. Es gilt als einer der wichtigsten archäologischen Funde. Der Run verläuft vom Museum „Arche Nebra“, vorbei am Fundort der Scheibe, über die hüglige Gegend und schließlich wieder zurück zum Musem. Den Fundort bekommt man allerdings leider nicht direkt zu sehen während dem Lauf. Dafür müsste man nach ca. 3,5 km eine kleine Abbiegung nehmen.

Leider war es recht schwül und heiß, aber trotzdem waren wir sehr erstaunt, wie gut wir es gemeistert haben. Außerdem kam noch hinzu, dass mir meine extra zusammengestellte Running Playlist abgeschmiert ist und dann irgendein Podcast angefangen hat, zu laufen. Das war eine ganz neue Erfahrung für mich, nicht zur Musik zu laufen, sondern zu irgendeinem Gequassel. Das hat mich dann aber auch irgendwie abgelenkt und ich musste nicht mehr so viel darüber nachdenken, wie anstrengend es ist. Also eigentlich gar keine so schlechte Idee, Podcasts oder Hörbücher während dem Laufen zu hören.

Wir haben uns die kleinste Strecke von 10 km ausgesucht. Insgesamt gab es drei Kategorien zur Auswahl, bei denen sich 3000 Leute angemeldet hatten: 10 km, Halbmarathon und Marathon. Beim 10 km Lauf gab es auch die Möglichkeit zu Walken. Aber die Walker mussten zum Glück warten, bis alle Läufer gestartet waren.

Die ersten 2,5 km waren sehr anstrengend, weil es die ganze Zeit nur Berg auf ging – um genau zu sein sogar 102 Höhenmeter. Das war bei der Schwüle nicht ohne und mir war anfangs auch leicht koddrig. Daher lag ich sogar eine halbe bis ganze Minute unter meinem normalen Pace Durchschnitt. Ab dem dritten Kilometer ging es dann aber fast durchgehend Berg ab, was sehr angenehm war. Meine Füße haben mich fast von selbst getragen und ich konnte Geschwindigkeiten erreichen, die ich sonst auf normaler, gerader Strecke nicht halten kann. Das hat mich auf jeden Fall sehr gepusht und ich musste mich schon fast bremsen, da ich mir nicht sicher war, wie lange ich das Tempo durchhalten kann. Ich laufe ja erst seit letztem Jahr und bin eh schon sehr erfreut, dass ich mich so gesteigert habe. Auf jeden Fall konnte ich durch die lange Strecke bergab die Zeit wieder einholen, die ich auf den ersten zweieinhalb Kilometern verloren hatte und sogar noch oben drauflegen und noch mehr Zeit einsparen. Das war insbesondere gut wegen des letzten Kilometers, der der allerschlimmste war. In größter Hitze mussten wir nochmal einen Berg hoch laufen, nochmal 39 Höhenmeter on top. Ich habe tierisch geschnauft und dachte ich sterbe gleich und Mini Tapser gemacht. Stehen bleiben oder gehen wollte ich nicht. Obwohl ich im letzten Kilometer eine Pace von über sieben Minuten hatte, bin ich trotzdem in unter einer Stunde insgesamt angekommen. Meine genaue Zeit beträgt 58 Minuten 10 Sekunden und ich bin sogar auf Platz 10 in meiner Alterskategorie gelandet. Jetzt bin ich richtig motiviert für weitere Läufe und freue mich schon auf den Stadtlauf am nächsten Sonntag in München. Dort werde ich erneut 10 km laufen. Insgesamt muss ich sagen, dass das Event sehr, sehr gut organisiert war und dass auch die Laufstrecke wunderschön ist. Es ist optimal dort zu laufen, und ich kann es wirklich jedem wärmstens empfehlen. Schade, dass der Himmelsscheibenlauf 450 km von München entfernt ist, sonst würde ich viel öfters daran teilnehmen.

Wenn Ihr auch daran teilnehmen wollt, solltet Ihr Euch auf jeden Fall rechtzeitig nach einer Unterkunft umschauen. Denn zeitgleich fand auch noch ein Burgfest statt, weshalb relativ früh schon viel ausgebucht war.

„Wenn du nicht mehr kannst, lauf schnell ins Ziel.“

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