Gozo – mein persönlicher Reise-Geheimtipp im Mittelmeer

Gozo ist ein sehr ruhiger Ort, der bisher kaum vom Tourismus erschlossen wurde und eine Insel mit besonderem Flair. Die Schwesterninsel von Malta springt sofort ins Auge, denn sie ist grüner, ruhiger und auch kleiner. Jeder, absolut jeder ohne Ausnahme, dem ich davon erzählte, dass ich bald nach Gozo fliege, fragte mich: ,,Gozo? Was ist Gozo? Wo ist Gozo?“ – Niemand schien diese Insel zu kennen. Daher sind die Einwohner sehr freundlich und freuen sich über jeden Touristen. Sie grüßen gerne auf den Straßen und wenn sie gerade im Auto sitzen dann grüßen Sie per Hupe. Auf der Insel gibt es nicht besonders viele Beschäftigungsmöglichkeiten außer Tauchen. Daher ist es der perfekte Ort um ein wenig Abzuschalten und sich von unserem stressigen Alltag zu erholen. Wer jedoch nach Party sucht, sollte sich eher eine Wohnung in der Hauptstadt Valetta auf Malta suchen.

Die meisten Gebäude auf der Insel sind aus aus weißem Kalkstein oder gelblichen Sandstein aus der Gegend.

Tipps für Gozo & Malta:

Hier habe ich noch ein paar nützliche Tipps für Euch zusammengestellt:

Leitungswasser:

Generell kann man das Leitungswasser trinken, dennoch wäre ich vorsichtig und würde Euch empfehlen das Wasser im Supermarkt zu kaufen. Auf Gozo und Malta war Wasser schon immer eine Mangelware, da keine Flüsse oder Seen vorhanden sind. Somit wird das Wasser in Kläranlagen aus dem Meer gewonnen. Daher ist es nicht wirklich ein Genuss! Es schmeckt ganz anders als wir es gewohnt sind und auch die Salz-Note ist nach wie vor zu erkennen. Meinen Tee, den ich mir damit gemacht habe, musste ich letztendlich wegschütten, weil er so fürchterlich geschmeckt hat.

Strassen-Verkehr:

Gozo ist nichts für Fahranfänger! Man beachte: in ganz Malta herrscht Linksverkehr. Höchstgeschwindigkeit beträgt innerhalb von Ortschaften 50 km/h, auf Landstraßen 80 km/h. Alkohol am Steuer ist strengstens verboten das gleiche gilt für die Handybenutzung. Auf Gozo haben uns jedoch Einheimische erzählt, dass man hier nie auf Alkohol kontrolliert werden wird. Die Straßen sind nicht wirklich gut ausgebaut. Oft fährt man auf sehr schmalen Feldwegen oder sehr steilen Straßen mit Schlaglöchern, die meist nur die Breite einer Fahrbahn haben.

Autovermietung:

Daher empfiehlt es sich ein robustes Auto zu mieten, wenn nicht sogar einen Jeap, Pickup-Truck oder Ähnliches, am besten auch gleich mit Automatik. Insbesondere für die Anfahrten bei Tauchplätzen und für die Verstauung des Tauchequipments wäre dieser am besten geeignet. Die Mietwagen werden bei den meisten Anbietern mit Vollkaskoversicherung vermietet (aber mit einer Selbstbeteiligung). Wer ein Auto mieten möchte, muss mindestens 21 sein und einen gültigen (nationalen) Führerschein vorlegen können. Wir hatten uns vor unserer Ankunft bereits das Auto über das Internet gemietet und konnten es daher direkt am Flughafen abholen. Anschließend sind wir per Fähre schnell auf die Insel Gozo übergesetzt, es erstaunlich günstig war. Man zahlt außerdem erst bei der Rückkehr nach Malta, da es auf Gozo keinen Flughafen gibt.

Britischer Einfluss – mit Englisch kommt man überall durch:

Lange Zeit wurde die Insel von den Briten belagert, daher sind Gozo und Malta britisch geprägt. Deswegen herrscht auch Linksverkehr! An vielen Plätzen findet man rote Telefonzellen. Auf Malta gibt es zudem viele englische Produkte in den Supermärkten zu kaufen und alle Malteser wachsen zweisprachig auf mit Englisch und Maltesisch.

Kulinarik:

Fischplatte mit Garnelen, Schwertfisch, kleinen Oktopus & Calamaren

traditioneller Gozo Wrap mit Gozo Cheese, Kapern, getrockneten Tomaten & Zwiebeln (war leider sehr salzig :/ )

Kaninchen Eintopf

Viele Restaurants auf der Insel bieten Fisch, Meeresfrüchte und viele andere Leckereien. Generell scheint sich die Maltesische & Gozitanische Küche hier mit Italienischen und Griechischen Küche zu mischen. Hinzu kommen allerdings auch noch nordafrikanische, ägyptische und britische Einflüsse. Besondere Spezialitäten sind Kapern, Kaninchen- und Thunfischeintöpfe, Tintenfisch und der Lampuka-Fisch, der leider nur September/Oktober erhältlich ist. Gerne werden auch Nudeln oder Bohnen und Linsen zubereitet. Die meisten Gerichte werden mit Tomaten und Kapern angedünstet. Da sich nicht viele Touristen auf die Insel Gozo verirren, ist der kulinarische Geschmack auf Gozo ganz auf die Gozitaner abgestimmt. Leider sind manche Gerichte sehr, sehr salzig, fast schon versalzen für meinen Geschmack; insbesondere getrocknete Tomaten kann man kaum essen. Das ist sicherlich nicht gesund!

kleine Fischvorspeise mit Lachs

Vorspeise gefüllt mit Reis und Käse, ähnelt Risotto vom Geschmack

Gemüse Beilage

Dessert

Kirchenbesuche:

Kirchen solltet Ihr nicht in Strandkleidung besuchen. Häufig erhält man Schultertücher am Eingang. Oft sind die Kirchen verschlossen und nur während dem Gottesdienst geöffnet.

Die Malteser sind sehr gläubig, da sie lange Zeit ihren Glauben gegen Muslime verteidigen mussten. Fast jedes Haus ist mit christlichen Motiven geschmückt.

Regelmäßige Schussgeräusche im Umland:

Leider gehört das Vogelschießen hier zum üblichen Hobby und zählt als beliebter Sport. Rund 18.000 Jagdscheine sind hier im Umlauf. Sogar Zugvögel, die nur zum Zwischenstopp auf Gozo landen, werden regelmäßig mit Netzen gefangen.

Beschäftigungsmöglichkeiten:

Meine absolute Lieblingsbeschäftigung und auch der Grund meiner Anreise auf Gozo war das Tauchen. Mehr dazu erfahrt Ihr in meinem Blogpost HIER. Ansonsten kann man auf der Insel tolle Radtouren oder leichte Wanderungen unternehmen. Auch Baden ist bis in den November möglich. Die Wassertemperatur schwankt je nach Jahreszeit zwischen 15-28 Grad, die meiste Zeit bleibt diese aber bei ca. 22 Grad.

Sehenswürdigkeiten:

Die Insel bietet eine Auswahl an geschichtlichen Stätten, Forts und herrliche Rundblicke, sowie einen der besterhaltenen, urgeschichtlichen Tempel der Inselgruppe, Ġgantija. Somit wird aus auch über Wasser auf Gozo nie langweilig.

Victoria:

Bimmelbahn für Touristen

Tankstelle in Victoria

Citadelle in Victoria:

Als Cittadella wird die Zitadelle der maltesischen Stadt Victoria auf der Insel Gozo bezeichnet. Die auf einem Felsen nördlich des Stadtzentrums gelegene Anlage beherbergt die Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale und den Bischofsplatz des Bistums Gozo. Zur Zeit des Römischen Reiches befand sich auf diesem Platz eine Akropolis. Im Mittelalter wurde dort eine Burg errichtet. Nach Inbesitznahme des Archipels durch den Johanniterorden im Jahre 1530 wurde die Anlage umgebaut und erweitert. Zwischen 2007 und 2014 ließ die maltesische Regierung die Zitadelle nach umfangreichen Untersuchungen umfassend restaurieren.

Basilika Saint John Baptist:

Dies ist die größte Kirche auf Gozo und sie verfügt über die drittgrößte freitragende Kuppel der Welt. Der Grundstein wurde 1951 gelegt. Nach einigen Jahren wurde die Kirche zu klein, so fingen die Malteser an eine neue Kirche außen herum zu bauen und zu vergrößern. Somit wurde es eine Kirche, in einer Kirche.

Von dort hat man einen fantastischen Blick über die Insel und man kann Gozo, Comino und Malta nebeneinadner sehen:

Basilika Saint John Baptist aus der Ferne… Hier sind man besonders gut die Größe.

Ta’ Kola-Windmühle

Von der Windmühle habe ich leider keine Fotos gemacht, muss ich gestehen :D. Die Ta’ Kola-Windmühle in ix-Xagħra auf Gozo ist eine der wenigen verbleibenden Windmühlen auf den maltesischen Inseln, die auf die Zeit des Souveränen Malteserordens zurückdatieren. Die Bewohner des Dorfes brachten damals ihr Getreide, um es dort mahlen zu lassen. Im Erdgeschoss befindet sich die Werkstatt mit einer großen Auswahl historischer Werkzeuge, einige davon wurden von den Besitzern der Mühle hergestellt. Im ersten Stock befinden sich die Wohnräume des Müllers und seiner Familie.

 

Vegetation:

Maltas Landschaft ist immer Sommer bräunlich und in den Wintermonaten grün. Die Insel ist recht felsig und wird durch die überall wachsendne Kaktusfeigen ausgezeichnet. Die Malteser stellen aus diesen Früchten einen hervorragenden Likör her! Den solltet Ihr auf jeden Fall probieren.

Blick von der Fähre aus auf Mġarr, Gozo

Wir haben einen Tagesausflug in die Hafenstadt Valetta auf Malta gemacht. Leider war das der einzige, sehr regnerische Tag. Den Reiseweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann ich Euch allerdings nicht empfehlen. Das wird eine Tagestour, und es dauert mit der Fähre und Bussen ca. 2-3 Stunden in eine Richtung!! Zum Glück konnte man bei dem Wetter sowieso nicht viel machen.

… und hier sind noch ein paar Bilder von dem Hotel, in dem wir letztes Jahr gehaust haben:

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By | 2017-11-12T18:33:10+00:00 November 12th, 2017|Blog, Travel Blog|0 Comments

About the Author:

My name is Alina Spiegel. People call me "Miss Mirror" because of my last name "Spiegel" which means mirror in English. I love to express myself through fashion every day in a new way depending on the mood I feel. I have always been fascinated by fashion and I have designed my own clothes since I was ten years old.

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